Teilen ist wieder in Mode. Jetzt, da wir wieder gemeinsam besondere Anlässe, Zusammenkünfte und Freundschaften feiern können, sollten Barbesitzer Getränke-Ideen zum Teilen entwickeln.

Ob du nun einen Teller mit Snacks und Knabbereien oder einen Krug Punsch zum Teilen anbietest, das Teilen verstärkt das Gefühl eines besonderen und feierlichen Anlasses. Also mach dir Gedanken und arbeite mit deinem Team zusammen, um dir eine Reihe von Optionen zum Teilen auszudenken.

Das wohl Älteste aller Getränke zum Teilen ist die Bowle. Laut Difford's Guide gilt sie als der Ur-Cocktail, aus dem alle anderen Cocktails entstanden sind. Sie sollte eine gute Balance aus Alkohol, Süße, Zitrus, Würze und Verdünnung bieten. Über die Ursprünge der Bowle sind sich die Experten uneins, aber eines ist klar: Sie eignet sich hervorragend für Gruppen.

Mitte des 16. Jahrhunderts wurde Bowle mit Rum von den Westindischen Inseln zubereitet und war ein Modegetränk in den Londoner Kaffeehäusern. Es war so beliebt, dass Bowle-Schüsseln zu einem Accessoire wurden, mit dem man angeben konnte.  Als sich im viktorianischen Zeitalter ein neuer Trinkstil durchsetzte, bei dem weniger und in kürzerer Zeit getrunken wurde, gerieten die Bowle-Schüsseln in Vergessenheit.

Auch die Bowle fiel der neuen Schnelllebigkeit und den veränderten Lebensgewohnheiten zum Opfer. In Bars zu sitzen und aus einer großen Schüssel zu trinken, wurde zum Luxus. Die Menschen wurden immer geschäftiger und so gehörte diese Art des langsamen und gemütlichen Trinkens schon bald der Vergangenheit an.

Heute, 20 Jahre nach der zweiten großen Cocktail-Renaissance, lautet die gute Nachricht: Bowle ist wieder in. In den besten Bars der Welt wird Bowle heute ganz selbstverständlich serviert.

Das Dead Rabbit in New York wurde 2016 zur besten Bar der Welt gewählt und serviert allen Gästen Bowle als Begrüßungsgetränk. Eine weitere preisgekrönte Bar, der Punch Room in London, verkauft ausschließlich Punsch und ist wahrscheinlich die älteste Punsch-Bar der Welt: Sie existiert bereits seit Mitte des 18. Jahrhunderts.

Natürlich dreht sich nicht alles nur um Bowle. Es gibt viele Beispiele, wie Bars und Restaurants das Konzept „Speisen und Getränke zum Teilen“ genutzt haben, um die Geselligkeit zu fördern.

Du könntest in deiner Speisekarte die Optionen zum Teilen separat darstellen und tolle Drinks und Platten miteinander kombinieren. In der Side Hustle Bar im Nomad Hotel in London gibt es 4 „ritual cocktail explosions“ für 6-8 Personen, die mit ein bisschen Flair auf den Tischen präsentiert werden und die Party garantiert in Schwung bringen.

In vielen Bars auf der ganzen Welt werden ganze Flaschen Spirituosen zusammen mit verschiedenen Mixers verkauft, damit sich die Gäste selbst bedienen können. Dies kann oft eine Statusfrage sein, da die gewählte Marke anderen zeigt, wie viel man ausgegeben hat. Die Vorteile für den Geschäftsbetrieb dürften klar sein: Je größer die verkaufte Flasche oder das Getränk zum Teilen, desto weniger Zeit muss das Personal mit dem Mixen von Drinks verbringen. So können in der gleichen Zeit höhere Einnahmen erzielt werden. 

Benutze dieses klassische Bowle-Rezept als Vorlage, um eine Vielzahl von Getränken zum Teilen zu kreieren und so neue Gäste zu gewinnen.

Klassisches Bowle-Rezept

  • 1 Teil Saures wie Limetten- oder Zitronensaft
  • 2 Teile Süßes wie Zuckersirup
  • 3 Teile Starkes wie Rum, Arrak oder eine ähnliche dunkle Spirituose
  • 4 Teile Schwaches wie Wasser, Fruchtsaft oder kalter Tee
  • Gewürze wie Muskatnuss oder Zimt

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